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Eine Kriminalgeschichte «von dämonischem Einschlag und riesigem Ausmass»

ACHTUNG: Die Türen schliessen bereits um 20.00!

Via Mala

12. Nov 2020
20:15

TICKETS

Via Mala - ein Titel, der in den Ohren klingt. Er verweist sowohl auf die Schlucht im bündnerischen Hinterrheintal, meint aber auch den «schlechten Weg», den Menschen einschlagen können bzw. gezwungen werden, ihn zu gehen. Diese Kriminalgeschichte «von dämonischem Einschlag und riesigem Ausmass», wie der Literaturkritiker Carl Seelig befand, ist ein Roman um „Schuld und Sühne“, angesiedelt in den Schweizer Bergen der Zwischenkriegszeit.

Wer sich auf «Via Mala» einlässt, sieht vor seinem inneren Auge eine phantastische Landschaft rings um ein Familiendrama der schlimmsten Sorte. „In einem schmalen Seitentale des Hinterrheins, dem Tal der Yzolla, stand ein einsames Haus und daneben eine S.gemühle. Im Jeff hieß die Siedlung seit Menschengedenken, wo die Familie Lauretz haust.“ Manch einer hat wohl dabei auch die Bilder der Verfilmung im Kopf mit Gert Fröbe in der Gestalt des Tyrannen Jonas Lauretz.. Ein unausstehlicher Mensch, der seine eigene Frau beliebig betrügt und malträtiert, sich an Tochter Hanna vergeht und den Sohn Niklaus zum Krüppel schlägt. „Einzig bei seiner jüngsten Tochter Silveli – da kriegt er leuchtende Augen“. Die Familienmitglieder und ihre Verbündeten sehen keinen anderen Ausweg, als Lauretz, „dessen einzige Liebe die Schnapsflasche ist“, aus dem Weg zu räumen.

Die Protagonisten des Theaterabends, Ranisch und Rupf, werden zu kongenialen Verteidigern der Angeklagten in diesem Kriminal- und schlussendlich Justizfall. Sie lassen die Geschichte mit Knittels wuchtiger Sprache als auch musikalischen Zitaten aus der berühmten Verfilmung unmittelbar vor des Zuschauers Auge entstehen.

John Knittel - ein 1891 in Indien geborener Schweizer Autor, schrieb seine Werke in Englisch und unternahm Reisen nach Ägypten, Algerien und Tunesien, bevor er sich 1939 in Graubünden niederliess, wo er 1970 starb. Er wurde mit „Via Mala“ (1934) weltberühmt. Der Roman verkaufte sich über drei Millionen Mal, wurde mehrfach verfilmt und fürs Theater adaptiert (UA 1937 im Zürcher Schauspielhaus).

Credits


Spiel
Gian Rupf und Volker Ranisch
Regie
Klaus Hemmerle
Technische Leitung&Lichtdesign
Dario Marty
Rechte
Per Lauke Verlag

Die Türen öffnen um 19.15 Uhr.

Türschliessung um 20.00! Kein Einlass mehr nach diesem Zeitpunkt.

Zum Schutz der Theatergäste und des Personals hat das Phönix Theater ein Schutzkonzept erstellt. Zur Zeit bleibt im Theater zwischen Einzelpersonen und Gruppen jeweils ein Platz frei.

Neu: Mit Ihrer Reservation beziehen Sie Ihre Theaterkarte (Print at Home) und hinterlassen ihre Kontaktdaten für das Contact-Tracing.

Um Wartezeiten zu verkürzen und Warteschlangen zu vermeiden, bitten wir Sie die Online-Reservationsmöglichkeit zu nutzen oder Ihre Karte bei der Poststelle Steckborn zu beziehen.

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